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Internationale Richtervereinigung (IAJ) für Friedensnobelpreis 2026 nominiert

Die International Association of Judges (IAJ) wurde, gemeinsam mit dem Internationalen Strafgerichtshof, von Even H. Eriksen, Mitglied des norwegischen Parlaments, für den Friedensnobelpreis 2026 vorgeschlagen. In seinem Nominierungsschreiben hebt Eriksen die zentrale Rolle einer unabhängigen Justiz für die Sicherung demokratischer Strukturen, den Schutz der Menschenrechte sowie für Frieden und Versöhnung hervor. Der Preis solle nach seiner Auffassung zwischen der IAJ und dem International Court of Justice (ICJ) geteilt werden.

Eriksen verweist auf die Herausforderungen für Richterinnen und Richter weltweit. In vielen Staaten nehme der politische Druck auf die Justiz zu, während gezielt versucht werde, Gerichte zu schwächen, die rechtsstaatliche Prinzipien verteidigen. Die Nominierung würdige daher das konsequente Engagement der IAJ für die richterliche Unabhängigkeit und ihren Beitrag zur Stärkung der internationalen Rechtsordnung.

Über die Nominierung informierte die Norwegian Association of Judges ihre internationalen Partnerverbände. Präsident Torbjørn Saggau Holm sprach von einer bedeutenden Anerkennung der kontinuierlichen Arbeit der IAJ. Der Träger des Friedensnobelpreises 2026 wird am 9. Oktober bekanntgegeben.

Die International Association of Judges (IAJ) wurde im Jahre 1953 in Salzburg als internationaler Dachverband gegründet, dem mehr als 90 nationale Richtervereinigungen angehören. Hauptziele der Vereinigung sind der Schutz der richterlichen Unabhängigkeit, die Garantie der Menschenrechte und der Grundfreiheiten, der internationale Erfahrungsaustausch und das rechtsvergleichende Studium der Praxis an den Gerichten.

https://www.iaj-uim.org/iuw/iaj-nomination-for-the-2026-nobel-peace-prize/


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